Für ein gutes Bauchgefühl: So bleibt der Darm gesund
Eine gut funktionierende Verdauung steigert das Wohlbefinden
Auf die durchschnittliche Lebensdauer eines Menschen gerechnet, verarbeitet ein Darm bis zu 50.000 Liter Flüssigkeit und 30.000 Kg Speisen. Der Darm beliefert den Körper mit Energie, beherbergt zudem etwa 70 % der Abwehrzellen und hält uns fit und gesund. Wer diesem Multitalent etwas mehr Aufmerksamkeit schenkt, wird schnell merken, dass der ganze Körper davon profitiert.
Gesunde Fette
Es lohnt sich, auf die Unterscheidung von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren zu achten! Während die meisten tierischen Fette bösartige Tumore begünstigen, schützen ungesättigte Fettsäuren aus Leinöl oder Lachs vor Darmkrebs.
Ballaststoffe
Leinsamen, Weizenkleie, Gemüse, Obst, Trockenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten eine Vielzahl an Ballaststoffen. Der Vorteil von Ballaststoffen ist, dass sie in Verbindung mit genügend Flüssigkeit im Darm quellen und somit das Stuhlvolumen erhöhen. Dies hat zur Folge, dass der Stuhl nur für eine kurze Zeit im Darm bleibt. Somit wird die Gefahr von Verstopfungen gemindert und Giftstoffe haben zudem nur kurzfristigen Kontakt mit den Darmwänden.
Schadstoffe beim Grillen vermeiden
Besonders durch Grillen oder Räuchern können ungesunde Stoffe entstehen, die dann auf die Lebensmittel übergehen. Wenn Fett beim Grillen in die Glut tropft, entstehen polyzyklische Kohlenwasserstoffe, die krebserregend wirken. Daher sollte auf scharfes Anbraten verzichtet und Fett beim Grillen mit Aluminiumschalen aufgefangen werden.
Eine gesunde Alternative bietet das Dünsten von Fleisch.
Alkohol
Auch wenn es mittlerweile normal ist zum Essen ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken, sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei Alkohol um ein Gift handelt! Schon geringe Mengen können Darmzellen schädigen. Die Menge von höchstens einem Drink pro Tag sollte also nicht überschritten werden.
Obst und Gemüse
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich fünf Sorten Obst und Gemüse zu essen. Die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe können helfen, Krebs vorzubeugen. Vor allem der Verzehr von Lebensmitteln wie Kohl, Tomaten, Zitrusfrüchten, Zwiebeln und Hülsenfrüchten minimiert das Risiko für Darmkrebs.
Weißes Fleisch
Wissenschaftliche Studien belegen, dass durch den Verzehr von rotem Fleisch ein erhöhtes Risiko besteht, an Darmkrebs zu erkranken. Es sollte daher bei einer Menge von 80 g Fleisch pro Tag bleiben. Außerdem ist weißes Fleisch wie Hase, Fisch oder Geflügel zu bevorzugen.
Darmflora schützen
Darmbakterien sind für ein gut funktionierendes Immunsystem unentbehrlich. Sie leben zu Tausenden im Dickdarm, helfen bei der Verdauung und produzieren für den Menschen lebensnotwendige Vitamine. Mit milchsauren Lebensmitteln wie Kefir, Joghurt oder auch Sauerkraut, kann die Darmflora auf natürliche Weise unterstützt werden.
In Bewegung bleiben
Verstopfungen sind oft auf mangelnde Bewegung zurückzuführen. Besonders wenn man tagsüber viel sitzt, sollte ein ausgleichender Freizeitsport wie Radfahren, Walken oder Joggen betrieben werden. Auch ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen (besonders Abends) bringt euren Darm wieder auf Trap.
Übergewicht vermeiden
Das Dickdarmkrebsrisiko steigt, je höher das Körpergewicht ist. Es empfiehlt sich daher ein BMI (Body Mass Index) von unter 25 anzustreben!
Die Rechnung für den BMI ergibt sich folgendermaßen: Das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße² teilen.
Eine gute Balance
Allgemein gilt, eine gute Balance in allen Lebens-, Ess- und Bewegungsbereichen zu finden. Zu einseitige Ernährungsweisen oder monotone Belastungen stressen den Darm unnötig. In hektischen Zeiten sollte zudem auf ausreichend Entspannung geachtet werden.

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