Zeitbombe ASPARTAM
Krank durch Süßstoff Aspartam?
Die Datenlage bzw. Studienlage zum Süßstoff Aspartam ist schwierig. Es soll Wissenschaftler geben, die auf die Bedenklichkeit des Süßstoffs Aspartam hinweisen und dass dieser unter anderem mit den Krankheiten Multiple Sklerose und Systemischer Lupus Erythematodes in Verbindung gebracht werden kann.
Grund dafür sei, dass Aspartam zu Formaldehyd und Ameisensäure wird, sobald es über 28,5 Grad erwärmt wird. Beim Menschen komme es dadurch zu einer Methanolvergiftung, welche sich wiederum durch Symptome einer Multiplen Sklerose auszeichnet. Deshalb würden auch viele Patienten falsch behandelt. Zeit und Grund genug, dass ich diesem Thema mal einen Beitrag widme…
Eine Methanolvergiftung kann unter Umständen zu Erblindung, Hörverlust und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Sobald die Zufuhr von Aspartam gestoppt würde, endeten auch die Sympotme der falsch diagnostizierten Multiplen Sklerose.
Auch Fälle von Lupus erythematodes sind keine Seltenheit. Vor allem Menschen, die viele Light Getränke trinken, leiden darunter. Die meisten Menschen wissen nicht, was sie ihrem Körper antun. Wird der Konsum von Light-Getränken eingestellt, verschwänden auch die Symptome der Lupus-Krankheit, die Folgen der Krankheit bleiben aber.
Anzeichen einer erhöhten Aspartambelastung können folgendermaßen aussehen:
Muskelschmerzen und Krämpfe, Gefühllosigkeit in Armen und Beinen, Schwindel, Kopf- und Gelenksschmerzen, Depressionen, uverständliche Sprache, unscharfes Sehen und dergleichen.
Derzeit wird Aspartam in über 5.000 Produkten verwendet. Besonders bedenklich scheint, dass der Patentschutz abgelaufen ist und nun jeder Konzern Aspartam herstellen und verwenden kann.
Aspartam soll auch Auswirkungen auf den Stoffwechsel der Nervenzellen im Gehirn haben, was zu epilepsieähnlichen Symptomen führen könne.
In einer Randmitteilung in der Zeitung Die Welt las ich auch:
Der Süßstoff Aspartam fördert bei weiblichen Ratten Lymphdrüsen- und Hirntumore sowie Leukämien. Dies zeigt eine Studie am Krebsforschungszentrum von Bologna. Das Krebsrisiko steigt bereits bei kleinen Dosen. Die europäische Überwachungsbehörde für Lebensmittel überprüft jetzt die Daten. (www.welt.de/print-welt/article193732/Aspartam_unter_Krebsverdacht.html)
Auch für Diabetiker stellt Aspartam möglicherweise eine Gefährdung dar, da es den Augenhintergrund schädigt und den Blutzucker beeinflusst, beziehungsweise Gedächtnisstörungen verursachen kann.
Angeblich wird auch Alzheimer vom heimtückischen Süßstoff Aspartam ausgelöst, mittlerweile häufen sich die Alzheimer-Fälle bereits bei jungen Patienten.
Unbestritten ist nur folgende Tatsache: Aspartam darf von Menschen mit der angeborenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie nicht eingenommen werden. Dies betrifft etwa 0,15 Promille der Bevölkerung.
Offizielle Behörden wie etwa die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit weisen darauf hin:
Es gibt derzeitig keine Hinweise in Bezug auf die Sicherheit von Aspartam, die EFSA dazu veranlassen würden, Verbrauchern, die aspartamhaltige Lebensmittel verzehren möchten, zu empfehlen, ihrer Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
Welch schönes Beamtendeutsch ?? Das heißt aber nicht, dass ich Aspartam essen oder trinken muss – oder?
Das Thema wird aber interessanter…
Aktualisierung 25. Januar 2010:
Mark in Kommentar 3 zu diesem Beitrag weist auf einen Dokumentarfilm zu Aspartam hin: Sweet Misery. Suchen Sie diesen Film mal in Youtube unter Sweet Misery Aspartam. Die Dokumentation ist auf englisch und dauert ca. 1:30 Stunde.
Aktualisierung Dezember 2012:
Aspartam ist sicher…. nicht die Substanz, die der Organismus zu seinem Wohlergehen benötigt. Denn langsam und sicher tauchen mehr und mehr Hin- und Beweise auf, dass Aspartam eine Reihe von Wirkungen im Organismus entfaltet, die mit physiologischen Reaktionen nichts gemein haben.
Dabei ist die Frage nach dem krebserzeugenden Potential noch nicht einmal das wichtigste mögliche Merkmal. Die Kritiker des Aspartams haben sich inzwischen als Hauptkritikpunkt auf eine mögliche krebserzeugende Wirkung eingeschossen. Die Lebensmittelindustrie dagegen bestreitet solche Zusammenhänge aufs Heftigste. Jede Seite bringt dann ihre schlüssigen wissenschaftlichen Studien, die das beweisen, was man bewiesen haben möchte. Das Szenario erinnert mich sehr an die Auseinandersetzung mit der Tabakindustrie in den 1980er Jahren, die auch einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs aufs Vehementeste bezweifelte. Heute wissen wir es besser.
Wie solche Unbedenklichkeitsstudien aussehen, zeigen 2 (von etlichen) Beispiele:
Aspartame: a safety evaluation based on current use levels, regulations, and toxicological and epidemiological studies
(ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17828671)
Diese Arbeit, durchgeführt von der Konsultingfirma Burdock Group, ist eine Literaturrecherche, die schlüssig zum Schluss kommt, dass Aspartam außerordentlich sicher ist. Hier werden also keine prospektiven klinischen Studien mit dem entsprechend erforderlichen Design als Beurteilungsbasis genommen, sondern zusammengeklaubte Daten von Arbeiten mit positiven Ergebnissen. Kein Wunder, wenn dann das Endergebnis auch positiv ausfällt. Denn die Burdock Group ist eine Beratungs- und Marketingfirma, die sich auf das Erstellen von toxikologischen Gutachten spezialisiert hat. Sie liefern „customized solutions“ (maßgeschneiderte Lösungen) für Anforderungen seitens der FDA. Oder mit anderen Worten: Sie machen passend, was nicht passt. Sie feiern sich auf ihrer Webseite auch als Weltmeister im Erstellen von Unbedenklichkeitsstudien. Wer also die entsprechenden Dollars mitbringt, der bekommt ein Gutachten, das jede Substanz, und sei sie noch so fragwürdig, mit wissenschaftlichen Unbedenklichkeitsglanz versieht, der die FDA zur raschen Zulassung veranlasst.
Nächstes Beispiel: Advantame–an overview of the toxicity data
(ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22036024)
Advantam ist ein Derivat von Aspartam. Es enthält alle „Komponenten“ von Aspartam. Durch das Anhängen von zusätzlichen Molekülen an das Aspartamgrundgerüst ergibt sich eine Substanz mit noch höherer Süßkraft als die Muttersubstanz. Auch diese Studie kam zu dem schlüssigen Ergebnis, dass die Substanz absolut sicher ist für den menschlichen Verzehr. Aber auch hier liegt wieder eine zusammenfassende Arbeit von zuvor durchgeführten Studien vor. Wer ist der Verfasser der guten Botschaft? Ajinomoto Co, Inc., ein japanischer Lebensmittelgigant, der Süßstoffe reichlich zur Fertigung seiner Lebensmittelprodukte zum Einsatz bringt. Und wenn mehr und mehr solcher Arbeiten als wissenschaftliche Basis für die Beurteilung von Substanzen Anerkennung finden, dann ist das öffentliche Bewusstsein früher oder später ebenfalls durchtränkt vom Sicherheitsgefühl dieser Substanzen. Denn die Wissenschaft hat ja angeblich keinen Zweifel daran.
Die Gegenseite
Nicht nur aus Gründen der Fairness sollten jetzt auch die Befürworter einer krebserzeugenden Wirksamkeit von Aspartam zu Wort kommen: Life-span exposure to low doses of aspartame beginning during prenatal life increases cancer effects in rats
Um es vorweg zu nehmen, scheinen die Betreiber dieser Arbeit nicht aus dem Industrieumfeld zu kommen, sondern aus der Krebsforschung in Italien. In dieser Arbeit wurde auch nicht über den Zeitraum von nur wenigen Wochen Labortiere mit Aspartam gefüttert, frei nach dem Motto, je kürzer der Beobachtungszeitraum, desto besser für die Wahrscheinlichkeit von unauffälligen Ergebnissen.
Die „Behandlung“ der Tiere (Sprague-Dawley Ratten) begann sogar schon im Mutterleib seit dem 12. Fetustag. Die Studie endete für jede Ratte mit deren natürlichen Tod. Das nenne ich eine ultimative Langzeitbeobachtung. Und das Ergebnis wird Ajinomoto, Burdock Group und anderen „Koryphäen“ aus der industriefreundlichen Ernährungswissenschaft nicht sonderlich gefallen: Denn das karzinogene Potential von Aspartam bei diesen Ratten war vergleichbar mit dem in einer vorausgegangenen Studie beobachteten karzinogenen Potential, bei der die Ratten von der 8. Lebenswoche bis zum natürlichen Tod beobachtet worden waren. Die Dosis, und das ist das Wichtigste bei dieser Arbeit, war keine Mega-Dosis, die man als unrealistisch abtun könnte. Nein, die Dosis entsprach in etwa der zugelassenen Dosierung für den menschlichen Konsum. Weiter zeigte die Arbeit, dass eine lebenslange Zufuhr von Aspartam, die schon im Mutterleib begonnen hat, die karzinogenen Effekte sogar erhöht.
Ich sprach es bereits an: Krebserzeugendes Potential von Aspartam ist nur die halbe Wahrheit. Aspartam scheint viel mehr zu bewirken, als gemeinhin bekannt ist. Und davon handelt diese Studie: Effect of long term intake of aspartame on antioxidant defense status in liver
Warum diese Studie aus dem Jahr 2011 so interessant ist, liegt in der Zusammensetzung des Aspartams begründet. Die Substanz baut sich auf aus den beiden Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin und einem „Anhängsel“, der aus Methanol besteht. In der Verbindung mit den beiden Aminosäuren ist dieser Methanolrest nicht aktiv. Aber bei der Metabolisierung wird er freigesetzt und kann im Organismus als solcher wirksam werden. Über die Konsequenzen spreche ich noch etwas später.
Da Methanol ein Alkohol ist, könnte man davon ausgehen, dass er genauso die Leber belastet wie es der „normale“ Alkohol (= Äthanol), den wir im Whisky, Wein und Bier finden, tut. So wurde in dieser Studie wieder mit Ratten gearbeitet, die in 3 Gruppen aufgeteilt wurden. Gruppe 1 bekam 500 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht ins Trinkwasser, Gruppe 2 1000 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Gruppe 3 nur reines Wasser. Der Beobachtungszeitraum betrug 180 Tage. Nach dieser relativ kurzen Beobachtungszeit sahen die Autoren bei der Gruppe 2 erhöhte Leberenzyme, die man sonst auch bei einer Alkoholleber beobachten kann. Glutathion, eins der potentesten natürlichen Antioxidantien, war in beiden Aspartam-Gruppen signifikant erniedrigt. Eine Gewebeuntersuchung zeigte Infiltrationen von Leukozyten ins Lebergewebe, was einen Hinweis auf einen entzündlichen Prozess gibt. Dies verleitete die Autoren zu dem Schluss, dass ein Langzeitgenuss von Aspartam die Leberzellen und das Lebergewebe schädigt und den Antioxidans-Status durch Verbrauch von Glutathion ungünstig beeinflusst.
Noch mehr Gegenseite
Es wird ja von den Wissenschaftskritikern immer gerne behauptet, dass man so einfach nicht von der Maus auf den Menschen rückschließen kann. Es ist in der Tat schon fast eine Kunst zu nennen, zu wissen und zu erkennen, welche Ergebnisse bei der Maus (oder anderen Labortieren) für den Menschen von Bedeutung sind und welche nicht.
In diesem Fall wissen wir, dass Alkohol sowohl die Leber von Menschen und Mäusen gleichermaßen schlecht beeinflusst. Was aber viele im Zusammenhang mit Aspartam nicht wissen, ist, dass die Maus oder die Ratte hier einen enormen Vorteil gegenüber dem Menschen hat. Wie sieht der aus?
Man weiß jetzt bereits über 70 Jahre, dass Methanol vom Menschen anders metabolisiert wird als von Tieren. Und darin liegt die Gefährlichkeit für den Menschen. Denn der Methanol wird in den Körperzellen von Tieren durch das Enzym Alkoholdehydrogenase zu Formaldehyd metabolisiert, welches dann umgehend in die weniger problematische Ameisensäure weiter metabolisiert wird. Der Mensch hingegen hat nicht in jeder Zelle das notwendige Enzym, das ihm das Formaldehyd zu Ameisensäure verwandelt. Dies ist der fundamentale Unterschied zwischen Maus und Mensch. Es gibt im menschlichen Organismus „Hotspots“ für Alkoholdehydrogenasen, in denen es dann zu einer Schwemme an Formaldehyd kommt, ohne dass vor Ort eine weitere Metabolisierung zu Ameisensäure erfolgen würde. Einer dieser bevorzugten Orte für das Enzym sind die inneren Auskleidungen der Blutgefäße im Gehirn, die dann den entsprechenden Formaldehyd-Schaden erleiden können.
Formaldehyd hat eine Reihe von unphysiologischen Wirkungen im Organismus. Es greift die DNA an, die Zellmembranen, Lipide, Proteine usw. Es hat den unguten Ruf, krebserzeugend zu sein und dergleichen mehr. Bei ausreichend hohen Konzentrationen führt Formaldehyd auch zur Erblindung, was eine häufige Konsequenz einer starken Methanolvergiftung ist. Aber auch unter Aspartam sind optische Probleme beobachtet worden.
Es ist jetzt denkwürdig, dass bei der letzten diskutierten Studie über die Leberfunktion unter Aspartam sogar Ratten, die die auftauchenden Formaldehydmengen aus dem Aspartam in allen Zellen zu Ameisensäure verwandeln können, nichtsdestoweniger enorme Auffälligkeiten bezüglich der Gewebetoxizität zeigten. Man kann sich also leicht ausmalen, dass ein Mensch, der sein Formaldehyd nicht so einfach loswird, eine höhere toxische Last zu tragen hat als die Maus oder Ratte im Labor. Eine solche Situation gleicht förmlich einer Einladung zu Leberschäden und Krebserkrankungen.
Äthanol ist dagegen in der Lage, die Umwandlung von Methanol zu Formaldehyd zu unterbinden. Dies ist auch ein Grund, warum das Antidot für eine Methanolvergiftung unter anderem eine ausreichende Gabe an Äthanol ist. Methanol hat für sich genommen schon deletäre Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Aber die sich anschließende Flut an Formaldehyd sorgt dann für die Langzeitschäden. Mehr zu dieser differenzierteren Sichtweise bei der Beurteilung von Aspartam und seinem Methanolanteil können Sie unter Methanol: A chemical Trojan Horse as the root of the Inscrutable U lesen.
Neue Studien wider die süße Verführung
Es scheint endlich etwas zu geben, was die Aspartam-Industrie gescheut hat, wie der Teufel das Weihwasser: Eine Langzeitstudie zu den Folgen und der Sicherheit von Aspartam. Denn es müsste mit dem eben zitierten Teufel zugehen, wenn ausgerechnet Methanol und Formaldehyd, vor denen nicht nur alternative „Experten“ warnen, sondern auch ganz normale Schulmediziner, plötzlich vollkommen unbedenklich werden. Das würde geradezu an ein Wunder grenzen. Und so kommt es, wie es kommen muss:
Die Studie Consumption of artificial sweetener– and sugar-containing soda and risk of lymphoma and leukemia in men and women gießt Wasser auf die Mühlen der Kritiker.
Die Studie ist allerdings kein „Rundumschlag“, der jedwede Form von Krebs unter Aspartam erkennen will. Die Autoren hatten sich hierbei „nur“ auf Formen von Lymph- und Blutkrebs konzentriert. Grundlage war eine 22 Jahre lang andauernde Studie (Nurses´ Health Study NHS), die 48.000 Männer und 77.000 Frauen einschloss.
Laut Studien hatten Männer, die jeden Tag ein „Diät“-Getränk zu sich nahmen, ein deutlich erhöhtes Risiko für ein multiples Myelom und/oder ein Non-Hodgkin-Lymphom. Für Frauen jedoch gab es bemerkenswerterweise diesen Zusammenhang nicht. Ein erhöhtes Risiko für eine Leukämie war dagegen für beide Geschlechter relevant.
Grund für die Risiko-Unterschiede in den Geschlechtern mag die stärkere Aktivität der Alkoholdehydrogenase beim Mann sein, der damit mehr und schneller sein schädliches Formaldehyd produziert.
Die Autoren befanden jedenfalls, dass es einen auffälligen Zusammenhang zwischen einem Langzeitkonsum von Aspartam und den erwähnten Krebserkrankungen gibt.
Damit aber noch nicht genug. Ich habe noch mehr gefunden:
Aktualisierung Dezember 2016
Aspartam hat keine Kalorien und einen glykämischen Index von praktisch Null. Darum kann man es beim Abnehmen einsetzen, ohne auf seine süße Erfahrung zu verzichten. Und Diabetiker brauchen ebenfalls nicht auf Süßes zu verzichten. So die ultrakurze Zusammenfassung von Schulmedizin und Ernährungswissenschaft (DGE), wenn es um die Beurteilung von Aspartam geht. Nichts Neues also…
Weniger euphorische Stimmen, wie oben diskutiert, sehen diese Geradlinigkeit der Zusammenhänge als vollkommen unsinnig an, da Aspartam Übergewicht durch andere Mechanismen fördert, wie psychologische Faktoren, wo der süße Geschmack möglicherweise die Insulinsekretion fördert, obwohl keine Kalorien zu verdauen sind. Die Folge ist, dass der Betroffene mehr isst als üblich.
Eine weitere, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit plausiblere Erkenntnis ist die Beobachtung, dass Süßstoffe, nicht nur Aspartam, bei rund der Hälfte der Konsumenten zu einer Verschiebung der Zusammensetzung der Darmflora führt. Und eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora steht in einem engen Zusammenhang mit Übergewicht. Damit ist bereits an dieser Stelle klar, dass nicht alles Gold ist, was zu glänzen vermag.
Dieser falsche Glanz verblasst zusehends, wenn wir uns die neuesten Erkenntnisse zu Aspartam und seine Auswirkungen auf physiologische Vorgänge im Zusammenhang mit Adipositas betrachten. Denn hier kommt ein vollkommen neuer Aspekt zum Zuge, der bislang keine Beachtung gefunden hatte und der alles andere als insignifikant zu sein scheint.
Die Beobachtung, dass Phenylalanin die alkalische Phosphatase im Dünndarm blockiert, scheint nicht allzu neu zu sein. Sogar Wikipedia erklärt: „L-Phenylalanin ist ein unkompetitiver Inhibitor, der spezifisch an das Phososphoserylintermediat von Plazenta- und Dünndarm-AP bindet.“
Es ist bemerkenswert, dass Phenylalanin ein unkompetitiver Inhibitor ist, was nichts anderes heißt, als dass die Aminosäure an den Rezeptor andockt gleichgültig wie hoch die Konzentrationen von anderen Substanzen sind, die ebenfalls um den Rezeptor konkurrieren.
Aspartam enthält bekanntlich unter anderem Phenylalanin. Das heißt, dass auch ohne den Methanolanteil eine schädigende Wirkung von Aspartam ausgeht.
Aber wie sieht diese aus?
Folgende Arbeit gibt Erkenntnisse: Inhibition of the gut enzyme intestinal alkaline phosphatase may explain how aspartame promotes glucose intolerance and obesity in mice. In dieser Arbeit betonen die Autoren gleich zu Beginn, dass die ernährungswissenschaftlichen Unterstellungen von Gewichtsreduktion unter Süßstoffen als Zuckerersatz keine evidenzbasierte Bestätigung erfahren haben, sondern vielmehr das komplette Gegenteil.
Vielmehr handelt es sich beim Zerfallsprodukt Phenylalanin um einen potenten Inhibitor der gastrointestinalen alkalischen Phosphatase, von der inzwischen bekannt ist, dass sie bei Mäusen an der Verhinderung des metabolischen Syndroms beteiligt ist.
Die Autoren gingen von der Hypothese aus, dass die Konzentrationen von Aspartam und dadurch Phenylalanin ausreichend hoch sind, um langfristig den schützenden Effekt des Enzyms gegenüber der Entwicklung eines metabolischen Syndroms außer Kraft zu setzen. Dazu wurden zwei Versuche durchgeführt, in vitro und in vivo.
Beim in vitro Versuch wurden isolierte Därme von Mäusen mit Diät-Softdrinks oder normalen (= zuckerhaltigen) Softdrinks gefüllt und danach die Aktivitäten der alkalischen Phosphatase gemessen. Im in vivo Experiment wurde Aspartam oder Wasser gegeben und die Aktivitäten der alkalischen Phosphatase im Darm gemessen. In Langzeitexperiment der in vivo Versuchsanordnung bekamen Mäuse eine fettreiche Nahrung mit und ohne Aspartam im Trinkwasser über den Zeitraum von 18 Wochen.
Resultate:
In vitro: Die Aktivität der alkalischen Phosphatase war in den Lösungen mit Aspartam deutlich geringer als in denen ohne den Süßstoff.
In vivo akut: Auch hier zeigte sich das gleiche Bild: Die Aktivität der Phosphatase war im Vergleich zu Aspartam-freien Lösungen um 50 Prozent reduziert.
In vivo Langzeitversorgung: Die Mäuse in der Gruppe, die Aspartam und die fettreiche Ernährung erhalten hatten, zeigten eine deutliche Gewichtszunahme im Vergleich zu der Gruppe, die die gleiche fettreiche Ernährung ohne Aspartam erhalten hatte. Es zeigte sich ebenfalls ein signifikanter Unterschied bei der Glukoseintoleranz zwischen beiden Gruppen, die in der Aspartam-Gruppe höher ausfiel. Selbiges gilt auch für Nüchternblutzuckerwerte und TNF-alpha im Serum, was auf Entzündungsprozesse hindeutet.
Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass das Phenylalanin aus Aspartam die protektiven Effekte der alkalischen Phosphatase im Gastrointestinaltrakt in Bezug auf das metabolische Syndrom außer Kraft setzt, was den Mangel an unterstelltem und erhofftem Gewichtsverlust durch Aspartam zu erklären vermag.
Im Jahr 2013 hatten die gleichen Autoren schon festgestellt, dass die alkalische Phosphatase bei einer fettreichen Diät bei Mäusen ein metabolisches Syndrom verhindert, indem die Resorption von endotoxischen Lipopolysacchariden aus dem Fettanteil der Nahrung blockiert wird (Intestinal alkaline phosphatase prevents metabolic syndrome in mice).
Dies galt für die endogene alkalische Phosphatase ebenso wie für eine oral gegebene Form des Enzyms. Die orale Gabe verbesserte sogar das Lipidprofil von Mäusen, die eine fettarme Ernährung erhalten hatten.
Mein Fazit hier: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wo ähnliche Befunde auch beim Menschen untersucht werden und zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Denn die blockierenden Eigenschaften von Phenylalanin in Bezug auf die alkalische Phosphatase ist nicht spezifisch nur für Mäuse, sondern überall da, wo die beiden Substrate zugegen sind. Und alkalische Phosphatasen gibt es auch im menschlichen Darm.
Fazit
Aspartam ist eine weitere Bereicherung des Giftgabentischs seitens der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie, damit etwas mehr Abwechslung auf den Labortisch zu Hause in der Küche kommt. Denn sich nur von Antibiotika, Pestiziden, Insektiziden, Schwermetallen, Dioxin usw. zu ernähren, wäre auf die Dauer langweilig und einseitig. Und vor einer einseitigen Ernährung warnen ja alle Experten der Ernährungsindustrie.
Neben dem psychologisch-physiologischen Reiz des süßen Geschmacks als Auslöser für eine Insulinfreisetzung und der schädigenden Beeinflussung der Darmflora durch Aspartam kommt jetzt noch mit der Blockierung des gastrointestinalen Enzyms durch Phenylalanin ein dritter sich negativ auswirkender Faktor hinzu. Da stellt man sich sofort die Frage: Was muss noch passieren, damit dieses Gift vom Markt verschwindet?
Quelle: http://www.gesund-heilfasten.de/blog/krank-durch-suessstoff-aspartam/

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