jeudi 12 janvier 2017

Obst und Gemüse sind gesund, wenn ...

Obst und Gemüse sind gesund, wenn sie nicht mit Chemie belastet sind, wie Insektizide oder Pestizide. Auf YouTube gibt es jetzt eine Variante, die dem Begriff „chemisches Obst und Gemüse“ zu einer neuen Dimension verhilft. Unter The Great Indian Vegetable Scam | Unique Stories from India kann man lernen, wie man mithilfe von Chemie altes und verwelktes Obst und Gemüse auf Hochglanz polieren kann.

Die Aufnahmen stammen aus Indien, wo Gemüsebauern mit chemischen Tricks vegetarische Illusionen erzeugen. So benutzen sie zum Beispiel Silikonspray, damit Auberginen frisch und glänzend aussehen, obwohl sie schon ein paar Tage alt und für den Verkauf nicht mehr geeignet sind.

Silikone sind synthetische Polymere und sind für den Organismus vollkommen bedeutungslos. Silikonimplantate werden in der sogenannten Schönheitschirurgie eingesetzt, um kosmetische Korrekturen der weiblichen Brust vorzunehmen. Aber auch hier gibt es eine Diskussion, inwieweit solche Implantate krebserzeugend sein können. Es gibt auch Berichte, dass nach Einsetzen des Implantats Autoimmunerkrankungen aufgetreten sind, wie zum Beispiel das Sjögren-Syndrom.
Unsere indischen Gemüsebauern sind aber noch weiter chemisch bewandert. Denn sie benutzen Malachitgrün, um grünes Gemüse darin zu baden, damit selbiges ein frisches Aussehen erlangt.

Malachitgrün, auch Diamantgrün genannt, ist eine organische Verbindung mit einer leuchtend grünen Farbe. Die Chemikalie ist nicht als Lebensmittelfarbstoff zugelassen, da sie als gesundheitsschädigend/mutagen (=krebserregend) angesehen wird. In der Europäischen Union besteht ein Verbot der Anwendung von Malachitgrün bei Lebensmitteln und Tieren. Die Begrenzung geht so weit, dass der Grenzwert für Rückstände auf 0 Mikrogramm/Kilogramm gesetzt worden ist.

Ein weiterer Wirkstoff, der in Indien zur Anwendung kommt, ist Oxytocin. Es handelt sich hier um ein Sexualhormon, das im Hypothalamus gebildet wird, hier aber bei Kürbissen zur Anwendung kommt. Im Video erklärt ein Bauer, dass dadurch der Reifungsprozess, der sonst einige Wochen dauert, quasi über Nacht erfolgt. Damit hat der Bauer eine frühere Ernte als gewöhnlich.
Oxytocin wirkt als Hormon und als Neurotransmitter. Es hat eine breite Palette an physiologischen Aufgaben. Zum Beispiel bewirkt es die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur und löst somit die Wehen der Geburt aus. Es hat einen Einfluss auf das Verhalten von Menschen und Tieren. Eine der wichtigsten Wirkungen des Hormons ist beim Menschen die Steuerung von psychischen Zuständen wie Liebe, Vertrauen, Ruhe, Zuneigung etc.
Ein Kürbis voll mit Oxytocin, so könnte man meinen, wäre dann das ideale Geschenk für Liebende, um sich nachhaltig der gegenseitigen Zuneigung zu vergewissern. Ich fürchte aber, dass eine dauerhafte Zufuhr dieses Hormons generell den gesamten Hormonhaushalt des Organismus aus dem Gleichgewicht bringen kann. Auf jeden Fall erzeugt der Organismus sein eigenes Oxytocin, und zwar in den Mengen, die er wirklich benötigt. Eine externe Zufuhr kann hier diesen Prozess nur stören.

Was auf den ersten Blick wie ein frecher Betrug seitens der indischen Bauern aussieht, entpuppt sich beim näheren Hinsehen als eine traurige Notwendigkeit für diese Bauern. Denn sie können es sich nicht leisten, ihre Produkte einfach wegzuwerfen, nur weil sie nicht mehr den Ansprüchen der Kundschaft entsprechen. Sie sind darauf angewiesen, dass alles, was sie erzeugt haben, auch an den Mann bringen zu können. Dies ist der eigentliche Grund, warum die Bauern zu diesen unglaublichen Hilfsmitteln greifen. Frei nach dem Motto: Not macht erfinderisch.

Indien ist weit weg
Kann bei uns so etwas auch passieren? Wie weit weg ist Indien wirklich? Jedenfalls scheint die indische Geschichte kein Einzelfall zu sein.
Denn laut Netzfrauen.org gibt es ähnlich unglaubliche Geschichten auch aus China. Knoblauch zum Beispiel wird in China mit Chemikalien behandelt, die das Auskeimen verhindern und Insekten abtöten. Dazu wird der Knoblauch noch mit unbehandelten Abwässern bearbeitet, was für einen ausreichend hohen Bakterienbefall sorgt, der wiederum den Einsatz von Chemie rechtfertigt. Zur Desinfektion benutzen die Chinesen dann Methylbromid, das auch als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt wird. Aufgrund seiner Giftigkeit wird es auch zur Begasung von Containern eingesetzt. Ist man dieser Substanz zu lange oder in höheren Konzentrationen ausgesetzt, führt dies zur Schädigung der Atmungsorgane und des zentralen Nervensystems. Von daher ist es unverständlich, dass wir unbedingt Knoblauch aus China beziehen müssen, wo die einheimische Landwirtschaft durchaus in der Lage ist, selbst Knoblauch anzubauen. Immerhin sind die Transportwege zum Marktplatz signifikant kürzer als die aus China.

Wir erfahren hier auch das China ein Großlieferant in Sachen Lebensmittel für Deutschland ist, der Tomaten, Pilze, Honig, Erdbeeren und so weiter auf der Lieferliste stehen hat. Beispielsweise werden rund 62.000 Tonnen Tomaten im Jahr nach Deutschland geliefert. Die Produktionsbedingungen hierfür und der Einsatz von Chemikalien bleiben im Dunkeln.

Ja, Indien ist weit weg. Aber dennoch scheinen wir eine Reihe von landwirtschaftlichen Erzeugnissen auch aus Indien zu beziehen. Denn es gibt einen europäischen Durchführungsbeschluss, der ein Einfuhrverbot für bestimmtes Obst und Gemüse aus Indien vorsieht und der bis zum 31. Dezember 2016 Gültigkeit hat. Es handelt sich hier um Obst und Gemüse wie Auberginen, Bittermelonen, Kürbisgewächse etc. Grund hierfür ist aber nicht die Behandlung mit Silikonspray, Malachitgrün und so weiter. Vielmehr beanstanden die Europäer, dass die indischen Behörden keine geeigneten Maßnahmen ergriffen haben, um zu gewährleisten, dass die Produkte frei sind von schädlichen Keimen etc. Oder mit anderen Worten: für die EU-Kommission haben die Inder nicht genug Pestizide zum Einsatz gebracht. Denn nur Pestizide garantieren keimfreie Produkte, so die Logik der EU-Bürokraten.

Evidenzbasierte Chemie aus exotischen Ländern frisch auf den Tisch
Wenn wir landwirtschaftliche Produkte, die unsere heimische Landwirtschaft ohne Probleme selbst erzeugen kann, aus Kostengründen aus exotischen Ländern importieren müssen, dann können wir keine Qualität aus ernährungsphysiologischer Sicht erwachten. Denn wir wissen nichts über die Produktionsbedingungen. Und das wenige, was wir wissen, sieht alles andere als gut aus. Die langen Transportwege tun ihr übriges, um Obst und Gemüse alles andere als frisch auf unseren Tisch kommen zu lassen. Hier hilft dann nur noch Chemie, damit die Produkte nicht als fauler Haufen in den Regalen liegen.
Bei so viel Chemie, der man nur schwer ausweichen kann, da sie an die Lebensmittel gebunden ist, fragt man sich, wie man sich schützen kann?
Vermeidung ist hier die beste Strategie. Das kann ich gar nicht oft genug betonen. Aber es scheint keine Kennzeichnungspflicht zu geben, aus welchem Land die Lebensmittel kommen. Deshalb ist es fast unmöglich zu erfahren, aus welchem Land mein Knoblauch, die Bananen, die Tomaten und so weiter stammen. Aber auch Erzeugnisse aus Deutschland sind nicht notwendigerweise frei von Chemie:
Perchlorat – chemischer Zusatz in Obst und Gemüse
Dioxin, eine neue Form der “Nahrungsergänzungsmittel”

Chemie im Gemüse und doch kein Problem dank Essig
Damit ist die Vermeidungsstrategie ein immer schwerer gangbarer Weg. Er ist eigentlich nur dann möglich, wenn man einen Biobauern als Nachbarn hat oder seine Sachen selbst anbaut…
Damit wird ein Thema immer wichtiger. Und das ist die Entgiftung. Ich hatte bereits einiges zu diesem Thema veröffentlicht:
Thema „Entgiftung“: Wie Sie mit einer Entgiftungskur richtig entgiften
Entgiften nach Dr. Klinghardt

Schwermetalle (Quecksilber – Amalgam) ausleiten und Entgiftung
Und es scheint wichtiger denn je zu sein, sich damit zu beschäftigen. Entgiftungen und Entgiftungskuren sind jedoch alles andere als ein Spaziergang. In Abhängigkeit vom Grad der Belastung können während der Entgiftungsphase teilweise heftige Entgiftungssymptome auftreten. Auch hierzu ein Beitrag von mir: Entgiftungssymptome – Und wie sich diese zeigen können.
Fazit

Der Einzug der Chemie in unser tägliches Leben ist nicht mehr nur auf den medizinischen Bereich beschränkt. Vielmehr werden wir heute tagtäglich mit unphysiologischen Substanzen „beglückt“, die sich in den Nahrungsmitteln verstecken. Und es scheint hier keinen Unterschied zu geben, ob diese Nahrungsmittel aus Fernost oder aus heimischen Gefilden kommen. Wichtig für die Erzeuger sind die wirtschaftlichen Überlegungen und Aspekte. Der ernährungsphysiologischer Aspekt und die Gesundheit der Kunden ist bestenfalls zweitrangig.

René Gräber (http://www.renegraeber.de)

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